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Von Borkenkäfern, Bilchen und BergfinkenBlick in den kleinen Zschand

„Der Käfer frisst die Bäume kahl,
dem Kletterer ist das scheißegal.“ Jahreserster-Spruch vom Heringshorn 2019
So oder so, es sieht schon ganz schön krauselig aus, wenn man ins weite Rund des Nationalparkes der Sächsischen Schweiz schaut. Die Kernzone ist fest im Griff des Borkenkäfers. Große Teile der Nadelbäume sind befallen und machen wohl demnächst Platz für neues Wachstum.


Vom Moses aus, wo unsere Klettertour seinen Anfang nimmt, erkennt man das Ausmaß noch nicht wirklich. Später bei den Pechofenhörnern dann schon deutlicher. Das Wetter ist recht gefällig und der Fels auf Grund des recht starken Windes trocken. So können wir schnell das Hintere Pechofenhorn und die Pechofenspitze über den AW besteigen. Nach einer kleinen Zwischenmahlzeit geht es auf die Pechofenscheibe. Die Solo auf dem PechofensteinVariante zum AW lässt sich Thomas nicht entgehen und sitzt schnell auf dem Gipfel. Nachdem wir Gipfelbuch und Kletterführer ausgiebig inspiziert und ausgewertet haben, und feststellen, dass es noch eine, wie so auch immer unbestiegene Linie an der Pechofenscheibe gibt, wird diese in Angriff genommen.Während des Aufstieges faucht mich plötzlich ein kleiner Felsbewohner (vermutlich Bilch) aus einem Felsloch an. Eine recht unangenehme Erfahrung, da ich gerade im Begriff bin meine erste Sicherung zu legen. Nachdem wir beide uns beruhigt und auf Nichtangriffspakt geeinigt haben, klettere ich den Weg zu Ende und nenne ihn Bilchvariante zur Ostkante (V ).Gotschi im Suedkamin vom Pechofenstein beim Uebergangsweg zur Pechofenwarte
Im Anschluss freuen sich dann noch Pechofenstein, Pechofenwarte und Köhler auf eine Besteigung .
Da wir beide der Meinung sind, dass nun genug geklettert wurde, wird die Buschmühle als lohnendes Feierabendziel angesteuert.
Die Müllerin freut sich gar wohl und schenkt leckere Getränke und Speisen aus. Unterhalten werden wir dann alle vom Gesang des Bergsteigerchores Bergfinken.
Bis Mitternacht wird gezecht, um alsdann unser müdes Haupt in der Sägemühle zu betten.
Das Zusammenspiel vom Rauschen der Kirnitzsch und leichter Kopfschmerzen erleichtern das Aufstehen am Donnerstag ungemein. Gegen neun zieht es uns erneut in den kleinen Zschand. Nachdem Herbertfels und Sprotte erklommen sind, steigen wir auf das Heringshorn um oben genannten Gipfelbucheintrag zu lesen.
Danach wird ein Imbiss mit anschließenden Nickerchen eingenommen.
Gestärkt und ausgeruht werden von uns Pilzturm und Kleines Bärenhorn ebenfalls noch aufs Dach gestiegen.oben auf
Die Luft ist danach deutlich raus und der Rückweg ins Tal zieht sich ganz schön hin.
Nach einer Stärkung in der Felsenmühle geht es nach Berlin zurück.

01. - 0.2.05.19 Heiko

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