KV FDGB

Freunde des Gedoppelten Bulin

Überfall an der Buschmühle ?der Chrille

Der Wonnemonat Mai hat heuer noch nicht die wahre Wonne entfaltet. Trotz alledem bezogen der Chrille und ich die Boofe am Goldbach recht zuversichtlich am späten Freitagnachmittag. Liebliche Kettensägemelodien begleiteten unseren Weg zur Boofe. Der ehemals gemütliche Wanderweg gleicht momentan einer Autobahn. Holzeinschlag im Sachsenforst vom feinsten Zwirn. Nachdem das erste Bierchen getrunken und der Schlafsack ausgerollt war, trotteten wir noch zur Kleinsteinwand. Der Höhlenweg sollte wohl auch bei komischen Witterungsverhältnissen trocken sein. Chrille stieg behände vor und gemeinsam genossen wir den Ausblick zum Zätschenhorn.


Der Samstagmorgen präsentierte sich unfreundlich feucht und kühl. Also erst mal ausgiebig die Leckereien aus der örtlichen Metzgerei verspeist und Kaffee geschlürft. Am Grünling wurde dann schnell über den AW solo die Restfeuchte des Gesteins getestet, bevor die ersten Sonnenstrahlen das Tal erhellten. Nachdem noch der Städelschlichteturm und das Zätzschenhorn erstiegen waren, wanderten wir zur Buschmühle.Blick von der Wildensteischeibe
Nach kurzem Bier und Plausch mit den Wirtsleuten sollte der Buschmühlenturm unser nächstes Ziel sein. Der Turm ist laut Aussage des Mühlenwirtes wohl nur drei Tage im Jahre trocken. Einer dieser Tage war uns nicht ganz vergönnt. Nichtsdestotrotz wollten wir uns den Schartenweg mal anschauen. Steile Leistenkletterei an feuchten Griffen an überschaubaren Sicherungsmöglichkeiten ließen keinen ernsthaften Versuch zu.Da im Kletterführer neben einem Sprung auch ein Überfall Erwähnung findet, wollten wir die Sache von oben betrachten. So stand ich also hinter Chrille, der in Überfallstellung den Gipfelkopf schon streichelte. Mit Selbstsicherung (dank Grigri) kletterte ich nun über den Baumann und erreichte so recht bequem den Gipfel. Chrille kam nach und das Tagewerk war vollbracht. Ab in die Buschmühle und lecker gespeist. Da sich Otto und Herdi angekündigt hatten, die auch im Gebirge unterwegs waren, überbrückten wir ihre Ankunft mit schöngeistigen Getränken.Die letzte Abseile des Wochenendes wird vorbereite
Am Sonntag trennten sich dann wieder unsere Wege. Das im leichten Rausch avisierte Ziel Kaaba wurde wieder verworfen. Otto und Herdi fuhren ins Gebiet der Steine und wir zwei Richtung  Wildenstein. Die Parkgebühr wurde für drei Stunden entrichtet, die für vier Gipfelchen am alten Wildenstein jeweils über den AW bestiegen, ausreichte. Somit hat der Chrille jetzt die ersten und letzten Gipfel im Wildensteiner Gebiet eingesammelt.
Schöne Sache, schönes Wochenende vom 05.05.-07.05.17

 

Heiko