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Wenn Engel reisen...

1 Engel auf Reisen

Am Wochenende vom 22. bis 24.08. war wieder einmal Klettern angesagt. Da ich in diesem Jahr schon einiges Pech mit schlechtem Wetter hatte, war ich vom beständigen Hoch zwar erfreut, aber gutes Wetter endet ja bekanntlich auch mal. Egal, irgendwas geht immer!! 

Am Donnerstagabend habe ich Arne eingesammelt und wir sind gemeinsam zu Heiko gerollt. Es wurde ein fulminanter Abend voller zotiger Dänenwitze. Der übliche Jetlag wartete am Freitag früh auf uns, gegen 9:00 waren wir trotzdem im Bielatal. Ich bin hier fast durch und wie es so Sitte ist, sind meine letzten Gipfel gut verstreut. Wandern war also das Hauptthema des Tages.

Erstes Ziel war der Herbstturm, den ich über den NO-Weg IV geholt habe. Die Tatsache, dass ich meine Kletterschuhe im Auto gelassen habe, bescherte mir ein paar extra Wanderkilometer. Ich lief zum Auto, die Jungs schlugen sich zum Waldkegel durch. Am Ende waren wir fast zeitgleich vor Ort, da die beiden eine klasse Abkürzung gefunden hatten.

Der Vorstieg am Waldkegel ging an Heiko. Der AW war wirklich schlecht abzusichern und so querte der Don elegant am Mittagsweg vorbei rüber durch die  SW-Wand VI. Ich durfte den Mittagsweg VIIa dann im Nachstieg genießen, Arne machte derweil Pause.

2 Herbstturm SW-Weg IV 3 Waldkegel am Ring des Mittelweges VI 4 Grenzwegwächter 5 Dürrebieleturm AW IV

Nächster Halt: Grenzwegwächter. Auch hier war Heiko am scharfen Ende. Er hat sich für die S-Wand V entschieden, was eine echte Empfehlung an diesem Haufen ist. Die Gipfelbuchkassette ist ein orangenes Kunstwerk auf Kupfer.

Eleganten Schrittes ging es danach zum Dürrebieleturm, den ich über den AW IV gemeistert habe. Na ja, gemeistert ist etwas viel gesagt, im Überhang kurz vor dem Ausstieg verließ mich meine Fußtechnik, was von unten wohl recht komisch ausgesehen haben muss. Egel, oben ist oben und ich bin nicht gefallen.

Der Schlussakkord des Tages war die Falkenspitze. Nach ausgiebigen Beratungen und Begutachtungen baute Heiko vom Massiv eine Schwebe auf, sodass ich bestens Gesichter den AW V klettern konnte. Ein ebenfalls empfehlenswerter Weg, reiner Genuss.

Unser aller Beine waren schwer, Heikos Fuß war dick und so ging es zur Assiplatte, wo ein Kniebier und eine Kniewurst von Arne auf uns wartete.

Am Samstag waren wir dann zu viert, der gute Tom hat sich zu uns gesellt. Ziel des Tages waren die Türme rechts oberhalb der Rotkehlchenstiege in Schmilka.

Erster Gipfel war der Stiegenwächter, den Tom über den O-Weg III*! vorgestiegen ist. Wir stürmten alle hinterher, klasse Weg. Es folgte der Ülmtülp über den Schartenweg III und der Nebelturm AW II (beide Heiko) bevor ich und Tom dem Rotkelchenturm über den AW III auf das Haupt stiegen.

Tagesabschluss war dann der Turm am verborgenen Horn, den Tom und ich den AW III solo abgetrotzt haben. Nur schöne Wege bislang an diesem Wochenende und das Wetter hat gehalten, was will man mehr.

Am Abend sollt gegrillt werden und so tätigten jeder noch die notwendigen Einkäufe, bevor wir uns alle in Sebnitz wieder trafen. Kaum war alles aufgebaut, kam zuerst ein starker Regenschauer und dann eine heftige Sturmböe. Infolge dieser brach ein dicker Ast aus einer Birke auf dem oberen Nachbargrundstück und unser Grill samt Sonnenschirm flogen durch den Garten. Nachdem alles wieder an der richtigen Stelle war, erschien Holger und so stand dem Abendprogramm nichts mehr im Wege.

Da wir dem Felsen noch etwas Trockenzeit gönnen wollten, begann der Sonntag erst gegen 10:00 am Parkplatz in Schmilka. Heiko war auf dem Weg nach Berlin, da er in die Alpen und Tina auf das Meer fahren. Unsere „Restcrew“ stapfte bester Laune die Heilige Stiege hoch, was für eine Plackerei. Egal, Gipfel wollen bestiegen und Löcher gestopft werden.

6 Stiegenwächter O-Weg III*! 7 Rotkehlchenturm AW 8 Turm am verborgenen Horn AW III

Der Start des Tages war der Heringsgrundwächter, den wir nach einigen Irrungen und Wirrungen auch gefunden haben. Der AW III verlockte den Tom und so ging es flux auf den Gipfel, bevor wir weiter zum Dorn gelaufen sind, dessen AW IV zu mir gesprochen hat. Also rein ins Zeug und hoch. Wieder reines Genussklettern an trocknem und festem Gestein.

Auf dem Hinweg haben wir uns die Flohspitze wehmütig angesehen, aber meine Fähigkeiten übersteigt der AW und Toms Finger ist noch nicht fit. Immerhin steht da ja auch noch der Rauschensteiner Turm, der mit einem AW V aufwartete. Tom ging los und vollendete den Vorstieg nach einigem Zaudern glanzvoll.

Für mich war das ein perfektes Wochenende, das Wetter hat gehalten, die Gesellschaft war exquisit und 13 frische Gipfelzähler sind im Sack.

Vielen Dank an alle Beteiligten, es ist schön Euch um mich zu haben.

Der Chrille vom 22. bis 24.08.2025

 

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