KV FDGB

Freunde des Gedoppelten Bulin

Radfahren macht Spaß,

das dachten sich Dirk (Wiese), Torschti und 2 x Steffen. Die Frage war, ob Radfahren auch zwischen dem Isergebirge und Wieses Datsche bei Spremberg Spaß machen würde. Nun liegen zwischen Start und Ziel ca. 150 km (kürzeste Entfernung), das sollte man auch an einem Oktobertag schaffen. Waren im September täglich gefühlte 26°C so sollten es doch Anfang Oktober immer noch um die 20°C haben, dachten wir. Es kam anders. Der Termin stand fest. Am 07.10. fuhren wir mit Rad und Bahn ins Isergebirge. Das Wetter sah ganz passabel aus, die Züge waren pünklich, einzig die Standardbestellung "piec piwo" mißlang. Dafür gab es einen strafenden Blick der polnischen Schaffnerin. Egal. Die 8 km vom Bahnhof zum Hotel, 350 m dem Himmel näher, schafften wir auch noch, wobei Wieses Drahtesel (eher: Stahlesel) Schwierigkeiten bereitete, das Ding weigerte sich, bergauf schneller als 6-7 km/h zu fahren.

 

  Am Morgen zeigte das Thermometer satte 3°C, dafür gab es nur leichten Nieselregen. Also: Regenbekleidung anziehen, die haben wir bis zum Abend auch nicht mehr ausgezogen. Wieses Stahlesel streikte auch hier bei Bergauffahrten, Wiese hatte (sich) dieses Mal auf das falsche "Pferd" gesetzt. Stunden später in Görlitz bog er dann zum Bahnhof ab und fuhr mit dem Zug nach Hause. Für uns begann nun die wilde Hatz, wir wollten noch bei Tageslicht im Ziel eintreffen. Die Königshainer Berge bremsten uns zunächst etwas, nach einer total geilen Abfahrt kam die Sache aber in Schwung. In der Ebene wurde dann flott pedaliert. Der Regen spielt keine Rolle mehr an den hatten wir uns gewöhnt. Ein paar kleine Pausen (Kaffee, Hefeweizen, Bier,..) und einige sehr lange Geraden später waren wir gegen 18 Uhr in Halbendorf, hier gab es die letzte Bierpause. Die restlichen 20 km wurden als Belgischer Kreisel abgespult. Jedenfalls so ähnlich. Wir hatten zum Ende 150 km auf dem Tacho und sind zu 98% Radwege gefahren. Wegen dem Wetter und der Zeiteinbußen zum Anfang sind wir den kürzesten Weg gefahren, wenn man mehr Zeit hat, kann man andere Strecken fahren und muß nicht 15 km wie an der B 115 zwischen Rietschen und Weißkeißel schnurgeradeaus fahren. Wir konnten 800 Höhenmeter bergauf und 1.500 Höhenmeter bergab genießen. Eine schöne Tour, Danke an Wiese für die Orga und die Zielfeier bei Glühwein und russischem Schaschlik, an Torschti für die super Navigation sowie an Steffen, dem Schnellfahrer ohne Mütze.

Da liegt im nächsten Jahr eine Wiederholung in der Luft.

Steffen, mit Mütze und Helm